Wettbewerb Heimspiel.Dortmund 2022 - erfolgreich durch die Pandemie

Den Wettbewerb lobte die Wirtschaftsförderung aus, um Dortmunder Unternehmen wertzuschätzen, die kreativ und erfolgreich der Pandemie begegnet sind. Unter dem Motto ‚Gut gedacht, konkret gemacht‘ wurden Unternehmen ausgezeichnet, die durch Kreativität, konkretes Handeln, soziales Engagement oder langfristiges Planen einen Weg gefunden haben die Krise bestmöglich zu bewältigen.

Dieses Handeln wurde mit 50 Preise im Wert von je 5.000 € in Form eines „Dortmund-Gutscheins“ belohnt.
Wir freuen uns unter den Gewinnern zu sein!

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Unser Umgang mit der Coronakrise:

Der Beginn der Krise traf uns aus heiterem Himmel. Gemeinhin kommt die Baubranche, zu der wir als Architekten*innen auch gehören, gut durch veränderte wirtschaftliche Situationen. Corona und die Schwierigkeiten, die sich für Handel und Gewerbe ergaben, schlugen jedoch auch bei uns mit Macht ein. Projekte wurden gestoppt. Fast ein Drittel unserer seinerzeitigen Mitarbeiter*innen musste die Arbeit ruhen lassen. Um die Wünsche gerade der jungen Architekten*innen und Ihrer Familien im Hinblick auf ein ausgeglichenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit realisieren zu können, hatten wir schon immer einen gewissen Anteil an Teilzeitkräften beschäftigt. Die Teilzeitkräfte haben ihre Arbeit wie gewohnt fortsetzen können, die Vollzeitstellen haben für 3 Monate ab mittags Kurzarbeit gemacht. Dadurch entstand in unserem ansonsten von der Hektik des Bauens beeinflussten Büro an den Nachmittagen eine völlig ungewohnte Ruhe.

Wir begannen darüber nachzudenken, wie man diese Ruhe in den – hoffentlich – nach Corona sich wieder normalisierenden Arbeitsalltag implementieren könne und entschieden uns einen Weg, den wir gemeinsam mit dem ganzen Team beschreiten wollten. So organsierten wir Workshops, die durchgeführt wurden, als sich in Zwischenphasen der Pandemie wieder verschiedene Versammlungsmodelle organisieren ließen.

Diese Workshops bereiteten wir durch anonym zu beantwortende Fragebögen für das gesamte Team vor, mit denen wir herausfinden wollten, welche Vorlieben und Wünsche jede und jeder Einzelne für den Arbeitsalltag in Verbindung mit dem Privatleben hatte. Das gesamte Team beteiligte sich an dem Fragebogen.

Die Auswertung floss in den Ablauf des Workshops ein, den wir professionell von 2 Moderatoren*innen und einem Fotographen begleiten ließen. Ziel des Workshops sollte es sein, nicht nur das Arbeitszeitmodell, das ohnehin sehr flexibel gehandhabt wurde, zu erweitern, sondern auch Perspektiven gerade für die jüngeren Mitarbeiter*innen im Team zu entwickeln, die betriebliche Altersvorsorge in den Blick zu nehmen, Fort- und Weiterbildungen zu ermöglichen und – und das ist das Wichtigste – ein harmonisches Miteinander zu gewährleisten.

Dieser Workshop fand im August 2020 statt. Im September desselben Jahres führten wir einen Evaluations-Workshop mit dem gesamten Team durch. In der Zwischenzeit hatten wir zur Entzerrung der Arbeitsplatzdichte weitere Räume in unserem Bürogebäude gemietet, die wir als Free Working-Space bezeichnen und in denen sich jeder Einzelne je nach Bedarf seinen Platz buchen kann.

Natürlich haben wir auch die technische Ausstattung so verbessert, dass Homeoffice in allen Umfängen möglich geworden ist. Gerade die Mütter und Väter jüngerer Kinder wissen das zu schätzen. Alles in allem haben diese Maßnahmen zu einem sehr vertrauensvollen und freundschaftlichen Umgang innerhalb des Teams geführt.

Manchmal können vermeintlich negative Zwänge sehr positive Auswirkungen haben.